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Begleitforschung InnoVET

Im Rahmen eines neuen Forschungsnetzwerks untersucht die programmübergreifende Begleitforschung, inwieweit Innovationsansätze auf die systemische Ebene übertragbar sind. Feldzugang zu den Untersuchungen sind die Projekte des InnoVET-Programms.

Zwei Personen schauen auf ein Tablet.

Die Projekte des InnoVET-Programms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erproben und implementieren innovative Konzepte zur Gestaltung beruflicher Bildungsangebote. Ziel ist eine zukunftsfähige Berufsbildung.

Durch innovative Produkte und Maßnahmen soll die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung gesteigert werden. Diese Innovationen erfolgreich und nachhaltig im Bildungssystem zu verankern, ist eine große Herausforderung. Damit erfährt der Transfer von Wissen und Ergebnissen aus Berufsbildungsprojekten und -programmen insbesondere über deren Laufzeit hinaus einen hohen Stellenwert.

In InnoVET werden daher nicht nur einzelne Projekte wissenschaftlich begleitet, sondern ihre Innovations- und Transferprozesse werden projektübergreifend untersucht.

Die übergeordnete Begleitforschung soll folgende Kernfragen beantworten:

  • Wie sind Innovationen, Transfer und Translation in der beruflichen Bildung gestaltet? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es? 
  • Wie kann die Programmgestaltung als Forschungsgegenstand selbst in den Fokus gerückt werden?
  • Wann und wie ist in Berufsbildungsprogrammen der Innovationstransfer erfolgreich und nachhaltig? 
  • Welche Faktoren begünstigen den Erfolg von Programmen? 
  • Wie können Diskurs und Vernetzung zwischen Forschung, Politik und Praxis gefördert werden?

Die Begleitforschung führt keine Evaluation der einzelnen Projekte durch. Ebenso bietet sie keine allgemeinen Beratungsdienstleistungen für Einzelprojekte an. Stattdessen werden übergeordnet die Innovationsmerkmale und Transferprozesse sowie Wirkweisen der Innovationen aus den Projekten auf das Berufsbildungssystem untersucht.

Verortung der Begleitforschung in InnoVET

Trilaterale Begleitforschung InnoVET

Die Forschungsgruppe traf sich im Oktober 2022 zu einem ersten Forschungsworkshop im BIBB.

Die Begleitung der InnoVET-Initiative erfolgt in Form eines innovativen Forschungsnetzwerkes. Die beteiligten Forschergruppen sind an drei Standorten beheimatet und zeichnen sich durch ihre Kenntnisse in unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen aus. In den Forschergruppen arbeiten Nachwuchswissenschaftlerinnen eng mit renommierten Professorinnen und Professoren zusammen. Über die Begleitforschung werden zurzeit vier Postdocs und drei Promovendinnen gefördert.

Der Standort BIBB

Die Begleitforschung am Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) koordiniert die beteiligten Forschungsgruppen und systematisiert ihre Ergebnisse. Sie wird ein Beratungskonzept für Wissenschaft, Politik und Praxis entwickeln und Empfehlungen für erfolgreiche Programmdurchführungen am BIBB bieten. 

Das BIBB setzt in koordinierender Funktion die Begleitforschung InnoVET im Auftrag des BMBF um. Die Begleitforschung ist dem Forschungsdirektor unterstellt und arbeitet eng mit den Beteiligten des Forschungsnetzwerkes, der Forschungskoordination und dem Arbeitsbereich 4.4 „Stärkung der Berufsbildung" des BIBB zusammen. 

Zur Forschungskoordination

Zum Arbeitsbereich 4.4 „Stärkung der Berufsbildung"


Die Forschungsschwerpunkte des Standorts BIBB umfassen die folgenden Themen:

  • Evaluations-, Wirkungs- und Programmforschung
  • Innovationstransfer und Translationsprozesse
  • Vernetzung und Kooperation in der Berufsbildungszusammenarbeit
  • Programmmanagement
  • Design-Based Research


Die zu untersuchenden Fragen lauten: 

  • Welches konzeptionelle Verständnis existiert von Innovationen und Transfer und welche Prozesse sind damit verknüpft? 
  • Wie lassen sich forschungsbasierte Projektergebnisse übergreifend systematisieren und für zukünftige Berufsbildungsprogramme nutzen? 
  • Welche Wirkung haben innovative Produkte und Maßnahmen auf das Berufsbildungssystem?
  • Welche Kooperationsarten sind dafür förderlich? 

Diesen Fragen werden wir in Zusammenarbeit mit den zwei beteiligten Forschungsgruppen auf den Grund gehen.

Der Standort Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Forscherinnen und Forscher des Lehrstuhls für Wirtschaftspädagogik (Prof. Dr. Dina Kuhlee) sowie des Lehrstuhls für Ingenieurpädagogik und Didaktik der technischen Bildung (Prof. Dr. Frank Bünning) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg führen im Rahmen des Projekts GInnoVET Begleitforschung durch. 

GInnoVET fokussiert zunächst auf die übergreifende Systematisierung der Innovationsansätze in InnoVET: Es werden die zentralen gemeinsamen Gegenstands- und Strukturmerkmale herausgearbeitet und potenzielle Effekte einer Implementation dieser Ansätze im Berufsbildungssystem analysiert.

Zum Projekt GInnoVET 

Der Standort Universität Paderborn

Das Begleitforschungsprojekt ITiB wird an der Universität Paderborn von den Lehrstühlen Wirtschaftspädagogik und Evaluationsforschung (Prof. Dr. Marc Beutner), Hochschuldidaktik und -entwicklung (Prof. Dr. Tobias Jenert), Wirtschafts- und Berufspädagogik (Prof. Dr. H.-Hugo Kremer) sowie Wirtschafts- und Sozialpädagogik (Prof. Dr. Peter F. E. Sloane) getragen. 

Gestützt durch diese Expertise beschäftigt sich die Nachwuchsgruppe am Standort mit Fragen der Gestaltung von Innovations- und Transferprozessen. Untersucht wird, ob und unter welchen Bedingungen Innovationen wirken und inwiefern sie gestützt werden können.

Zum Projekt ITiB

www.inno-vet.de: Beitrag Newsletter unter Aktuelles am 17.01.2024

Geprüfter Berufsspezialist: Dringend gebraucht – aber noch wenig bekannt

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Innovation und Transfer gestalten können

13.12.2022: Nicht einzelne Genies schaffen Innovationen in der Berufsbildung – sondern Bildungspersonal, das in kreativen Gestaltungsprozessen zusammenarbeitet. Die InnoVET-Begleitforschung an der Universität Paderborn nimmt die InnoVET-Projekte unter die Lupe, um herauszufinden: Was braucht es für Innovation und Transfer? Und wie gelingen Innovationsprozesse?

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Wie Innovationen die Berufsbildung verändern

28.09.2022: Neues entsteht, wo Ausbildung, berufliche Weiterbildung und Hochschulbildung aufeinandertreffen und gemeinsam Bildungsprodukte entwickeln: Welche Merkmale zeichnen diese Innovationen aus? Wie verändern sie die Strukturen des Bildungssystems? Machen sie die Berufsausbildung für junge Menschen wirklich attraktiver? Welche neuen Anforderungen stellen sie an das Lehrpersonal? Das Team der InnoVET-Begleitforschung an der Universität Magdeburg möchte das herausfinden.

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Wie gelingt Innovations-Transfer?

15.06.2022: Die Bildungsangebote der InnoVET-Projekte sollen künftig in weiteren Regionen und Bundesländern, Berufen und Branchen angewendet werden. Aber was braucht es für den Transfer von Innovationen? Das möchte die „InnoVET-Begleitforschung“ beantworten, die vor kurzem gestartet ist.

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Neben regelmäßigen virtuellen Begleitforschungs-Gruppentreffen haben die Standorte erste Erhebungen mit den InnoVET-Projekten begonnen.

Bei einem durch das BIBB organisierten virtuellen Auftakt-Workshop hatten Vertreterinnen und Vertreter der InnoVET-Verbundprojekte die Gelegenheit, die Begleitforschungsgruppe kennenzulernen.

Im April 2022 stellte sich die Begleitforschungsgruppe im Rahmen des zweimal jährlich tagenden Begleitgremiums den Mitgliedern vor.

Die übergeordnete Begleitforschung InnoVET ist im Februar 2022 mit einem virtuellen Kick-Off-Treffen gestartet.