Forschungsprojekt Chancen und Risiken des technologischen Wandels für die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung
Das Forschungsprojekt leistet einen Beitrag zum Stand der Inklusion von Erwerbstätigen mit amtlich anerkannter Behinderung im Kontext des sich wandelnden Arbeitsmarkts. Die Analysen basieren auf einer Nachbefragung der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018.
Da bislang keine empirischen Daten zu den Auswirkungen des technologischen Wandels bei Erwerbstätigen mit verschiedenen Behinderungsarten vorliegen, besteht die wissenschaftliche Relevanz dieses Projektes darin, Aussagen über diese Teilgruppe zu ermöglichen und somit eine große Forschungslücke zu schließen. Insbesondere wird untersucht, inwiefern dieser Wandel Inklusion hemmt oder fördert und welche Chancen und Risiken sich hieraus ergeben. Darüber hinaus erforscht das Projekt, wie die Lücke in der Erwerbsbeteiligung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung wahrgenommen wird und inwieweit sich diese Wahrnehmung auf Einschätzungen der Befragten zu inklusionsrelevanten Themenbereichen auswirkt.
Die Nachbefragung umfasst 1.018 Personen, wobei die Hälfte (509 Personen) eine Behinderung haben. Die Feldphase der telefonischen Nachbefragung (CATI) wurde im Zeitraum vom 09.05.2019 bis zum 09.07.2019 von aproxima (Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung mbH) durchgeführt.
Der Datensatz zur Nachbefragung der Erwerbstätigenbefragung 2018 umfasst etwas mehr als 100 Variablen. Nachfolgende Tabelle gibt einen groben Überblick zu den Inhalten der Befragung:
F5ff | Aktuelle Berufstätigkeit |
F8ff | Gesundheitszustand, Merkmale der Behinderung, Beeinträchtigung im Arbeitsalltag und im Privatleben |
F20ff | von Menschen mit Behinderung genutzte Hilfsmittel |
F26ff | Beschäftigung, Ausbildung und Fördermaßnahmen |
F32ff | Befragungsexperiment |
F38ff | Nutzung digitaler Technologien am Arbeitsplatz |
Dieses Forschungsprojekt wird in Kooperation mit der Universität Hamburg (UHH) durchgeführt.